Donnerstag, 7. April 2016

Aus dem Reisetagebuch. Lesezeit.

Im Land der Möglichkeiten...


Lange, sehr lange, hatte ich kein Interesse in die USA zu reisen. Das Land reizte mich einfach nicht, keine Ahnung warum. Und nachdem ich es dann vor einigen Jahren das erste Mal während drei Monaten mit meiner Familie bereiste (die Wahl fiel auf eine Destination, in dem es einfach erschien mit Kind zu reisen), bin ich zum Fan geworden!

Die vielfältige Landschaft, die tollen Nationalparks und auch die weniger bekannten Stateparks und National Monuments, ja sogar die National Forests sind unvergleichlich. Die viel zitierte «sogenannte oberflächliche Freundlichkeit» stört mich nicht im geringsten. Im Gegenteil, ich mag es sehr von einer strahlenden Verkäuferin mit «how are you, honey?» angesprochen zu werden. Die Herzlichkeit ist da, wirkt trotz allem nicht aufgesetzt und es fühlt sich nett an. Lieber so, als ein griesgrämiges Gesicht, das ja dann auch nicht tiefgründig ist.

Morning Glory Pool, Yellowstone National Park
Devils Tower National Monument, vom Campground Belle Fourche her fotografiert

Die USA haben wir schon während mehreren Monaten bereist, aber auch schon für drei Wochen. Da drängen sich lustige, brennende, aber auch traurige Fragen auf: Wie kommt es, dass ein Land, das auf den Mond fliegt, seine Wäsche entweder kalt, warm oder heiss wäscht? Wo sind all die Errungenschaften in der Waschmaschinen-Evolution geblieben? Wie kann ein Präsident ein so riesiges Land regieren (später gelernt: tut er gar nicht, tut der Kongress)? Warum baut ein Land dieser Grösse praktisch Haus-an-Haus? Mit nur einem Meter Abstand? Wieso ist es möglich, dass in einem sogenannt entwickelten Land Menschen an Diabetes sterben (teure Behandlung, ohne gesetzliche Krankenversicherung). Und: Ist der Testosteron-Spiegel in den USA höher als sonst wo?

Wie ich auf Testosteron-Spiegel komme? Gibt es ein männlicheres Land als die USA? Hier zählt «mehr Power» wirklich, das ist absolut kein Mythos oder kein Klischee aus Tool Time (Hör mal, wer da hämmert). Der wilde Westen prägt bis heute. Wenn Mann etwas auf sich hält, fährt er einen riesigen Pick-up mit wuchtigem Motor und noch wuchtigerem «Great Eagle» oder «Raptor» Wohnanhänger (also eher Wohnhausanhänger). Wem der «Grosse Adler» an der Anhängerkupplung fehlt, zieht entweder ein Motorboot oder mindestens einen Anhänger - selbstverständlich mit Quad drauf - hinter sich her.


Upper Antelope Canyon (Slot Canyon), Nähe Lake Powell

Redwood National Park

Kalifornische Küste, bei Bodega Bay

In meiner Bibliothek bin ich kürzlich auf das Buch «Abc 4 USA, Amerika verstehen» gestossen. Sehr unterhaltsam und witzig geschrieben! Zudem versteht man Amerika nach dieser Lektüre tatsächlich besser. Ich jedenfalls hab' so einiges gelernt...


... zum Beispiel... die unsägliche Verwendung des kleinen Wortes «like». Oder:

Die richtige Antwort auf «How are you?», das in echt gar keine Frage ist.
Warum «Change» Teil der amerikanischen DNA ist (da kriegt der durchschnittliche Schweizer - je nach Arbeitgeber - ja gleich mal Haare-zu-Berge-stehen-Gefühle, denn der Begriff Change ist hierzulande oft in Verwendung wenn die nächste Reorganisation ansteht).
Und ganz wichtig (für alle die ein Auslandsemester planen): Die Dating-Regeln.
Auch mit dabei, warum der Name «Ford» (Henry Ford) auch negativ behaftet ist.

Und vieles mehr. Unbedingt vor (oder während) den USA-Ferien lesen!

Montag, 4. April 2016

Auf kleiner Entdeckungstour...

... auf dem Weg zum und im Wald.


Ein schulfreier Nachmittag führt uns auf eine kleine Velotour zum nahen Waldweiher. In den letzten Tagen fällt es deutlich auf: Die Vögel bauen ihre Nester. Es freut mich immer, wenn ich auf einen Vogel treffe, der kleine Äste, Moos und Heu sammelt für die künftige Kinderstube des Nachwuchses.


Jetzt gibt es endlich wieder saftiges Gras und schmackhafte Blümchen.


Wir sagen diesen «feuchte-Standorte-liebenden» Blumen «Bachbombele».


Beim Waldweiher angekommen.


Hier wird die Seele ohne Zutun ruhig, geniesst das Vogelzwitschern, das Kindergelächter, das Froschquaken, die warmen Sonnenstrahlen...


Ich finde die Schnurlaiche speziell schön, sie erinnern an Perlenketten. Sie stammen von «echten Kröten». Grad so als ob es noch unechte Kröten gäbe...


Und ein letztes filigranes Frühlingsbild.

Sonntag, 3. April 2016

Frühling.

Ich liebe den Frühling...


... und überhaupt alle Jahreszeiten. Auf dem heutigen Spaziergang habe ich die Natur in «voller Bluscht» genossen. Hier einige Impressionen.

Diese Blüten waren umschwirrt von unzähligen Bienen und Hummeln


Ich mag kleine, natürliche Blumen. Hochgezüchtetes empfinde ich oft als unangemessen gross.


Die Natur ist der schönste Künstler

Diesen Wiesenblumen sagen wir in der Schweiz «Bettseicherli» - wenig schmeichelhaft...

Ich bin nicht ganz sicher, ob dies eine Kornelkirsche ist... ?

Diesen typischen Waldblumen sagen wir «Guggerli»


Heute essen wir - ganz Frühling - das erste Mal badischen Spargel - es wird ein Festessen :-).